Open Design Spaces (ODS)

- Innovation durch Nutzerbeteiligung -

Workshop im Rahmen der Mensch und Computer 2009 am 6. September 2009 in Berlin


Motivation

Mit steigendem Anspruch an Innovation und Flexibilität von Unternehmen stellt die Innovationskraft von Anwendern einen oft unterschätzten Wettbewerbsvorteil dar. Dass sich die Beteiligung von Anwendern bei der Entwicklung von Softwaresystemen und zugehörigen Service-Angeboten positiv auswirken kann, zeigen Studien des Participatory Designs sowie die zunehmenden Erfolge des Web 2.0. In der Wirtschaft stoßen Ansätze wie Enterprise 2.0, Living Labs, Crowdsourcing, Perpetual Beta und das Open-Innovation-Paradigma zunehmend auf Interesse, da die Grenzen traditioneller Formen der Systementwicklung erkannt und die Chancen weitaus höher als die Risiken zu sein scheinen. Auch wenn die mediale Aufmerksamkeit um Web 2.0 und Social Software es anders vermuten lässt, steht die Erforschung dieser Ansätze noch in den Anfängen und bedarf einer Orientierung und Strukturierung. Eine solche erste Struktur und Systematisierung soll das Leitbild der Open Design Spaces bieten.

Vorläufiges Programm

10:00 - 10:30 Begrüßung & Einleitung

10:30 - 11:30 Session I

11:30 - 12:00 Kaffeepause

12:00 - 13:30 Session II

13:30 - 14:30 Mittagspause

14:30 - 16.00 Session III

16:00 - 16:30 Kaffeepause

16:30 - 18:00 Zusammenfassung, Roundtable & Abschluss

Ziele des Workshops

Dieser Workshop thematisiert Open Design Spaces als offene Kommunikations- und Gestaltungsräume zwischen Anwendern, Designern und Entwicklern und damit – frei nach dem Motto der Mensch und Computer 2009 – den Abbau von Grenzen und Kommunikationshürden in der Systementwicklung. Die Vision der Open Design Spaces lässt sich durch die Metapher eines für jedermann zugänglichen Raumes beschreiben, der Möglichkeiten zum kontinuierlichen Austausch mit dem Anwender bereitstellt und den Anwender als Co-Designer sowie festen Bestandteil der Systementwicklung versteht. Open Design Spaces greifen bekannte Ansätze aus mehreren Communities (HCI, CSCW, PD, SE, OSS) auf und motivieren zur interdisziplinären und anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung neuartiger Kommunikations- und Gestaltungsräume, die stärker als bisher die Nutzer-Gemeinschaft an der Neu- und Weiterentwicklung von Systemen beteiligen.

Themen und Zielgruppe des Workshops (top)

Die Zielgruppen des Workshops sind Anwendervertreter, Softwareentwickler, Usability Experten, Designer und Forscher aus den beteiligten Communities. Im Workshop sollen unter anderem folgende Fragen und Herausforderungen diskutiert werden:

Wie kann eine gelungene Umsetzung von Open Design Spaces erfolgen?
Die unterschiedlichen Arbeitsweisen, Hintergründe und Erwartungen aller Beteiligten müssen bei der Wahl der Strukturierung, der Offenheit und der Werkzeuge berücksichtigt werden:

Wie kann die Wirtschaftlichkeit und Nützlichkeit von Open Design Spaces sichergestellt werden?
Aus Sicht von Entscheidungsträgern ist die Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit im Unternehmen von großer Bedeutung:

Wie ist die Korrektheit der wissenschaftlichen Methodik bei der Entwicklung und Untersuchung von Open Design Spaces sicherzustellen?

Einreichungen (top)

Von den Teilnehmern werden schriftliche Beiträge in den folgenden Kategorien erwartet:

Alle Beitragseinreichungen sind entsprechend den Vorgaben des LNI-Formats zu verfassen und als PDF-Datei bis spätestens zum 21. Juni über EasyChair einzureichen. Angenommene Text-Beiträge werden in einem Workshop-Band mit eigener ISBN veröffentlicht - Folienpräsentation werden über die Website zugänglich gemacht. Damit der Beitrag berücksichtigt wird, muss sich mindestens ein Autor als Tagungsteilnehmer registrieren.

Wichtige Termine (top)

Programmkomitee (top)

Organisatoren (top)

Steffen Budweg ist Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (Fraunhofer FIT). Er ist in nationalen und europäischen Forschungs- und Entwicklungsprojekten in den Anwendungsfeldern Kooperationssysteme (CSCW), Mensch-Maschine-Interaktion (HCI) und Nutzerzentrierte Gestaltung (UCD/PD) aktiv. Aktuell arbeitet er im integrierten EU-Projekt ECOSPACE, in dem er ein Living Lab koordiniert.

Sebastian Draxler ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Siegen. Aktuell arbeitet er mit verschiedenen Industriepartnern in dem BMBF-geförderten CoEUD Projekt. Sein Ziel ist dabei die Unterstützung von Benutzern bei der Aneignung flexibler, Komponenten-basierter Softwaresysteme. Seine Forschungsinteressen liegen insbesondere in den Bereichen Human Computer Interaction, Computer Supported Cooperative Work, Nutzerbeteiligung sowie Agile Entwicklungsmethoden.

Steffen Lohmann gehört der Arbeitsgruppe Interaktive Systeme und Interaktionsdesign der Universität Duisburg-Essen an. In einer Vielzahl von Projekten konnte er Erfahrungen in nutzerorientierter Softwareentwicklung sammeln. Aktuell beschäftigt er sich mit dem Thema Nutzerpartizipation im Rahmen des BMBF-Projekts SoftWiki.

Asarnusch Rashid ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am FZI Forschungszentrum Informatik im Forschungsbereich Information Process Engineering (IPE). Im Rahmen des Projektes CollaBaWü beschäftigt er sich mit der Verbesserung der Anwenderbeteiligung in Softwareprojekten.

Gunnar Stevens ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (Fraunhofer FIT). Seine aktuelle Forschung beschäftigt sich mit der Frage, wie lokale Nutzungskontexte und globalen Designkontexten miteinander verzahnt werden können. Hierbei untersucht er die Mediierung fragmentierter Erfahrungshorizonte bei verteilten Aneignungsprozessen.

 

Wichtige Termine

Inhalte


Website des Vorgänger-Workshops auf dem
2nd International Symposium on End User Development (EUD 2009)